Sonntag, 12. Mai

In den Momenten aufrichtigster Bereitschaft zur Hingabe, fällt man nicht immer gleich in die Liebe hinein, sondern meistens erst einmal in ein Loch. Die alte Stimme des Unglaubens und der tausend Einwände fühlt sich dann bestätigt, dass es verrückt sei, sich ganz hinzugeben. Das scheinbare Nichts, das sich da auftut, ist aber nur die Erfahrung, nur halbherzig und partiell eingewilligt zu haben und ganz tief drin sich noch Nischen des Eigenwillens belassen zu haben. Hingabe ist nicht ein einmaliges Eingeständnis an Gott, sondern sie weitet sich in ihrer Aufforderung ständig aus in Sphären hinein, wo man anfänglich nur mit kreatürlicher Abneigung reagiert hätte. Ergebung bedeutet, die transzendente Dimension der Wirklichkeit erahnen zu lernen. Dann wird klar, dass dies keine Sache ist, in der wir die Kontrollierenden sind und uns diese unseren Interessen und Vorstellungen untertan machen könnten. Krishnas weise Führung liegt völlig ausserhalb unserer Einfluss-Sphäre. Wir mögen in dieser irdischen Welt manchmal das Gefühl haben, den Ton anzugeben, aber der innere Weg fordert ständig auf, gefügig zu werden, damit sich die Allwissenheit jener Ebene unserer beliebig bedienen kann.

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