Freitag, 10. Mai

Auch wenn wir die innere Führung nicht immer sehr klar wahrnehmen, so liegt darin nichts Besorgnis-Erregendes. Mutter Teresa, der ich Mitte der 90er Jahre noch persönlich begegnet bin in Kalkutta, und die ganz kurz nach ihrem Tod vom Papst selig gesprochen wurde, trug über 50 Jahre lang sehr grundlegende Gottes-Zweifel mit sich herum. Sie schreibt: „In meinem Innern ist es eiskalt“ oder „Die Seelen ziehen mich nicht mehr an – der Himmel bedeutet nichts mehr – für mich schaut er wie ein leerer Platz aus.“Was mich bei ihr und bei allen Heiligen immer berührt, ist nicht ihre völlige Zweifels-Freiheit, sondern vielmehr das Vertrauen, bei Ihm zu bleiben, auch wenn man gefühlsmässig von Gott gar nicht ein Echo erhält.

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